„Wie kann ich als HSP hochsensible Kinder und mich selbst in diesem Schulsystem stärken?“ – 4 Prinzipien

Ein typisches Anliegen, welches ich in 90% aller Erstgespräche mit potenziellen Klientinnen höre, lautet (abgesehen von kleinen inhaltlichen Variationen) in etwa folgendermaßen:

„Ich kann mein hochsensibles Kind so verstehen, dass es in der Schule Schwierigkeiten hat und die unsensible Atmosphäre nicht aushält, aber ich stehe ohnmächtig daneben und kann nichts ausrichten, so sehr ich es auch versucht habe. 

Die Lehrerin sieht nicht ein, dass ihr Umgangston (nicht nur) meinem Kind auf die Seele und den Magen schlägt, die Schulleitung steht voll dahinter, hält diese Strafenkultur für das Mittel der Wahl,  die Mitarbeiterin der Beratungsstelle – die KEINEN Schimmer von Hochsensibilität zu haben scheint und uns in die Psychoecke schieben will – nimmt mich nicht ernst, gibt mir Erziehungstipps statt Verständnis und Unterstützung und mit jeder Hilfe, die ich mir erhofft habe, kommt noch Belastendes obendrauf. 

Auch aus meinem Umfeld höre ich immer wieder die selben schlauen Sprüche, die mir das Gefühl geben, versagt zu haben und nicht ganz richtig zu ticken, was das Ganze nicht besser macht. Ein Teil von mir zweifelt an mir selbst, ein anderer Teil von mir weiß, dass ich mit meinem Gespür richtig liege, auch wenn alle um mich herum so tun, als hätte ich nicht mehr alle Tassen im Schrank. 

Dabei möchte ich mein hochsensibles Kind – was ganz sicher nicht in die Psychoecke gehört, sondern gesunde Abwehrreaktionen gegen diese Zustände in der Schule hat – schützen und unterstützen, aber mir geht langsam die Kraft aus und meine Knöpfe werden ehrlich gesagt gedrückt ohne Ende. Auch die Beziehung zu meinem Kind leidet darunter, was die Situation in der Schule natürlich nicht besser macht. 

Ich komm mir manchmal selber vor wie eine Schülerin, die runtergeputzt und bestraft wird. Ich soll mit diesen Menschen, die kein Verständnis für uns haben, gegen mein Kind ‚an einem Strang ziehen‘, damit es funktioniert. Da sträubt sich alles in mir dagegen.

Dazu kommt, dass durch diesen ganzen Stress auch noch meine berufliche Entwicklung / meine Partnerschaft / meine Familienbeziehungen / meine Freundschaften / etc. in Mitleidenschaft gezogen werden und das jetzt noch oben drauf kommt.“ 

Wenn hochsensible Mütter, die ihre Kinder in diesem Schulsystem stärken wollen, haben sie daher oft genau den folgenden Konflikt:

Einerseits verstehen sie ihr Kind besser als die meisten anderen, auf der anderen Seite sind sie mehr als alle anderen in die schulische Situation mit dem hochsensiblen Kind bzw. Teenager verstrickt, fühlen sich ohnmächtiger als alle anderen und können daher nicht so schützen, stärken und unterstützen, wie sie im Grunde gerne möchten.

Dabei sind insbesondere hochsensible / hochsensitive Kinder in besonderem Maße auf energetischen Schutz und Verständnis von mindestens einer erwachsenen Person angewiesen, um ohne besondere Schwierigkeiten in ihre volle Blüte wachsen zu können.

Die grundlegende Frage, die immer wieder daraus resultiert ist: wie kann ich mein hochsensibles Schulkind (bzw. meine hochsensiblen Schüler) und mich selbst stärken.

In diesem Blogartikel verrate ich Dir ein paar Grundprinzipen, die ich für wesentlich halte, um die Situation ganzheitlich und nachhaltig zu lösen und Hochsensibilität als das zu leben und bei Kindern bzw. Schülern zu begleiten, was sie ist:

Als Geschenk, als Hochbegabung der Sinne als unendliches schöpferisches Potenzial, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Prinzip 1: Die eigene Hochsensibilität als Potenzial leben befähigt erst, die Hochsensibiliität der Kinder / Schüler stärkend und kompetent begleiten zu können

Mit Sicherheit ist es gut, um besser auf seine hochsensiblen Kinder bzw. Schüler eingehen zu können, sich zu informieren und Bücher zu lesen.

Doch der wirklich kompetente, zutiefst nährende und befreite Umgang mit hochsensiblen Kindern – auch in verstrickten Situationen mit der Schule – und echte gelebte Empathie für hochsensible Kinder (was im Umgang mit normalsensiblen Kindern natürlich ebenso wertvoll und wichtig ist) erwächst vor Allem auf einer tieferen Ebene, jenseits von kognitiv angeeigneten Konzepten:

Die eigene Hochsensibilität als Potenzial zu leben, sich selbst damit voll und ganz zu akzeptieren und sein Leben darauf auszurichten. Dies ausstrahlen, auf dieser Grundlage Entscheidungen treffen, Möglichkeiten erkennen und damit auf geniale Weise bei herausfordernden Situationen interagieren zu können. Frei nach dem Motto „I did it my way“. 😉

Wer sich darauf fokussiert, sich selbst voll zu verstehen, zu akzeptieren und sein wahres Selbst zum Strahlen zu bringen, erwirbt über grundlegendes Wissen heraus erst die Kompetenz (Befähigung zur Umsetzung), auf hochsensible Kinder empathisch einzugehen, deren Bedürfnisse zu erkennen, von ihnen überhaupt (an-)erkannt zu werden und sie gegenüber der Schule selbstsicher und charismatisch vertreten zu können, wenn es zu Konflikten kommt.

Wer hochsensible Kinder stärken will, muss erstmal selber seine Hochsensibilität kraftvoll leben können. Dazu gehört auf der einen Seite  (als grundlegende Basis) die innere Arbeit und auf der äußeren Ebene dem Schaffen von möglichst sinn-freundlichen Rahmenbedingungen, sowohl zu Hause als auch bzgl. der Schulwahl.

Prinzip 2: Erkenne Deine inneren & äußeren Kinder / Schüler / jungen Klienten als spirituelle Wegweiser und Lehrer

HS / HB Kinder sind spirituelle Lehrer, die uns schonungslos und zuverlässig zu unserem wahren Selbst zurückführen.

Das gilt übrigens auch für innere hochsensible Kinder, die uns aus einem tiefen Anlass heraus bei allem sabotieren können, was nicht wirklich unserer wahren ursprünglichen (Liebes-)Natur entspricht. Solange, bis wir gecheckt haben, worum es eigentlich geht.

„Nach jedem Tritt geht sie einen Schritt und bleibt dann wieder stehen“ – so hat sich mein inneres Kind verhalten, solange ich noch nicht auf der Spur war.

Seit ich meinem Seelenbusiness nachgehe, kooperiert sie bestens und ist mir eine wertvolle Inspirationsquelle, vor Allem in Kontakt zu jungen Klienten und wenn sich die inneren Kinder meiner erwachsenen Klientinnen zeigen und verstanden werden wollen. 😉

Ob es nun äußere oder innere Kinder sind, die uns kontinuierlich bei der Stange halten: sie machen so lange weiter, bis wir es kapiert haben, worum es geht und hören niemals damit auf, uns zu uns selbst zurück zu führen.

Besser, wir lassen uns früher als später darauf ein, uns von unseren inneren und äußeren Kindern / Schülern / Klienten inspirieren zu lassen.

Denn es warten unendlich viele Geschenke auf uns, wenn wir uns durch diese Haltung auf das zurückbesinnen (lassen), wer und was wir in unserer wahren, ursprünglichen Liebesnatur wirklich sind:

geniale, göttliche Wesen mit unendlichem schöpferischen Potenzial (von dem die meisten von uns vielleicht zu 5 % nutzen).

Einige von uns hochsensiblen Erwachsenen sind sicherlich spirituelle Lehrer in Ausbildung (bei den hs / hb Kindern, denen nichts mehr „beizubringen“ ist, sondern die hier vielmehr einen Lehrauftrag haben).

Statt also die Frage zu stellen: „Was kann ich den Kindern beibringen“, eröffnen Fragen wie „Was kann ich von ihnen lernen?“ oder „woran soll ich mich zurückerinnern?“ oder „Welche Botschaft hat dieses Kind für mich?“ einen viel weiteren Horizont.

Denn „Beibring-Konzepte“ haben versagt und sie sind auch nicht hier, um sich etwas „beibringen“ zu lassen, sondern um zu lehren und um ihr individuelles Potenzial zu entfalten, um die Welt auf ihre Weise zu einem besseren Ort zu machen. Angefangen damit, den Erwachsenen den Spiegel vorzuhalten, aber das ist sicher nicht das Ende. 🙂

Wer einmal angefangen hat, diese Geschenke auszupacken, die in diesen Botschaften der inneren und äußeren unbequemen Kinder verborgen sind, will nie wieder damit aufhören, sich davon inspirieren und leiten zu lassen.

Lasst uns mit der schonungslosen Unterstützung der inneren und äußeren Kinder, mit denen wir in jedweder Rolle zu tun haben, daran erinnern, wer wir wirklich wirklich sind und unser einzigartiges Licht zum Leuchten bringen.

Prinzip 3: Why not try to simplify? Believe your beliefs, doubt your doubts ... 🙂

Ein Thema, was im Coaching mit hochsensiblen Klientinnen immer wieder auftaucht ist Folgendes:

Zum einen haben sie das sichere Gefühl, mit ihren Instinkten richtig zu liegen, wenn es um den Umgang mit den Kindern im Kontext Schule geht. Auf der anderen Seite sind sie oft in einem Umfeld, in dem keiner sie versteht. Von allen Seiten hören sie also nun das Gleiche, was ihnen voll gegen den Strich geht.

Hör auf Deinen Instinkt! Dazu möchte ich Dich mit einem Liedzitat aus dem Song „Ya!“ von der Gruppe Habanot Nechama ermutigen:

„Spent most of my life
Doubting my belief
Believing my doubts
My mind was so complex
So it remained inflexible

So why not try to simplify?
Believe your belief
Doubt your doubt“

Und glaub mir: sobald Du Deinen Instinkten und Deinen innersten Überzeugungen zu vertrauen beginnst – egal, was Leute um Dich herum Dir einreden wollen – dann ziehst Du Menschen in Dein Leben, die das Selbe tun und immer mehr auf die Stimme ihres Herzens hören.

Prinzip 4: Betreibe Umfeld-Hygiene & triff Dich mit Menschen, die Dich verstehen und Deine Werte teilen

Spätestens seit wir erwachsen sind können wir im Grund voll darüber bestimmen, mit welchen Menschen wir uns in welchem Maße umgeben. Und wir können darüber entscheiden, auf welche Art von Gespräche wir uns mit wem in welchem Maße einlassen.

Nutze diese Entscheidungskraft: entscheide Dich dafür, nur noch Menschen in Deinem Umfeld zu haben, die Deiner Ent-wicklung dienlich sind, statt Dich einzubremsen und runterzuziehen. Bei Familienmitgliedern entscheide Dich dafür, inwieweit Du Dich auf welche Gespräche einlässt.

Wer entscheidet, ab jetzt so liebevoll, akzeptierend und ressourcenorientiert mit sich selbst umzugehen, wie er sich es von Anderen wünscht, der bleibt nicht lange alleine. Darauf ist Verlass. Doch es braucht eine bewusste Entscheidung, die da lautet: „Ich bestimme selbst, mit wem ich mich in welchem Maße umgebe. Ich bin Schöpferin meiner Lebenswirklichkeit, wozu auch die Wahl meines Umfeldes gehört.“

Hast Du diese Entscheidung einmal getroffen, kannst Du Dich darauf verlassen, Menschen in Dein Leben zu ziehen, die genauso gut mit sich selbst und mit Dir umgehen. Denn: Wir ziehen nicht die Menschen an, die wir WOLLEN, sondern die wir SIND. Wir begegnen in Anderen im Grunde immer nur uns selbst.

Willst Du hochsensible Kinder und Dich selbst stärken, indem Du Dich mit Gleichgesinnten verbindest?

Dann herzlich Willkommen in meinem kostenfreien Onlinekraftort für hochsensible Eltern, Lehrer & Co., die alle das Gleiche wollen: sich selbst und hochsensible Kinder (in diesem Schulsystem) stärken, während sie sich persönlich und spirituell öffnen bzw. weiterentwickeln.

In dieser Facebookgruppe gibt es regelmäßig gruppenexklusiven Content, der euch dabei unterstützt, als HSP in Deine Kraft zu kommen. Du kannst Dich dort mit Gleichgesinnten verbinden und austauschen. Zieht Dich das magisch an? Dann klick auf das Bild und komm in meine Gruppe. Bis gleich! Ich freu mich auf Dich! 🙂

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