Sind wir „normal“, sensibel oder hochsensibel? Und schadet dieses Schulsystem im Grunde nicht allen?

Die Frage „sind wir noch normal, sensibel oder schon hochsensibel“ stellen sich viele Menschen, bei denen das Wort „Hochsensibilität“ und Beschreibungen dazu auf Resonanz stoßen.

Damit verbunden tritt auch öfter die berechtigte Frage auf, ob dieses Schulsystem in Wirklichkeit nicht allen schadet – auch den robusteren Naturen, die in diesem Schulsystem (zunächst) symptomfrei „funktionieren“.

Dazu habe ich in meiner Facebook-Gruppe „Hochsensible Schulkinder und uns selbst stärken mit Katrin Semm (M. A.)“ ganz zu Beginn mal einen äußerst erfolgreichen, viel gelikten und kommentierten Post geschrieben, den ich nun auch Dir zur Verfügung stellen möchte, wenn auch Dir diese Fragen im Kopf herumspuken.

Frage 1: "Sind wir wirklich hochsensibel, nur sensibel oder eigentlich ganz normal?"

Zunächst möchte ich nochmal und nochmal und nochmal betonen, dass Hochsensibilität KEINE Krankheit oder medizinisch / psychiatrische Diagnose ist.

Des Weiteren ist das Wort nicht „in Stein gemeißelt“ oder gar geschützt und jeder hat die Freiheit, sich selbst als hochsensibel zu bezeichnen oder nicht. Es geht nicht um das Wort.

Ich stelle fest, dass diejenigen, die in Resonanz mit dem Wort „Hochsensibilität“ gehen, oft bestimmte Eigenschaften teilen.

Unter Anderem von der inneren Haltung her die enorme Kinderfreundlichkeit (auch wenn es vom Verhalten her nicht immer gelingen mag), die Abscheu gegen das „Stockholm-Syndrom“ von Mainstream-Eltern und Mainstream-Lehrern („hat mir auch nicht geschadet“) und damit verbundene Gewalt gegenüber Kindern, der Wunsch für ein würdevolleres Schulsystem und generell eine bessere Welt.

Es sehr stark spüren und nicht haben können, subtil manipuliert zu werden. Die Kinder nicht für dumm verkaufen und subtil manipulieren wollen, sondern zu beabsichtigen, sie für voll zu nehmen, als „echter Mensch“ zu sehen sowie aufrichtig, auf Augenhöhe und unverschleiert mit ihnen umzugehen.

Den tiefen Wunsch nach Potenzialentfaltung und Leben eines Herzensbusiness / Herzensberufs teilen auch viele. Nicht funktionieren können. Nicht auf „kalt“ stellen können, wenn Kindern bzw Schwächeren irgendeine Form Gewalt angetan wird (bis hin zu extremen körperlichen und seelischen Schmerzempfindungen, dabei zusehen zu „müssen“). Und und und…

Klar, es gibt Tests, in denen sich Hochsensibilität „diagnostizieren“ lässt (innerhalb des jeweiligen Definitionssystems), jedoch nicht im Sinne eine ärztlichen / psychiatrischen Diagnose – und das ist auch gut so.

Jeder kann theoretisch einen Test erstellen. Ich kann auch einen Test erstellen „bin ich ein fliegendes Spaghettimonster“ und das Ergebnis, ob du eins bist, hängt dann von meiner Definition ab. 

Solche Tests können dazu dienen, mehr Verständnis für sich selbst und ggf. hochsensible Kinder aufzubringen und eventuelle Potenziale aufzuspüren, denen man sich bisher vielleicht noch nicht bewusst war.

Sie können außerdem als Orientierung dazu dienen, seinen Lebensstil auf sein „individuelles Hochsensibilitätspäckchen“ gezielt anzupassen.

Denn wir können in vielen Bereichen hochsensibel oder sogar hochsensitiv sein und in je mehr Facetten wir sensibel sind, desto breitflächiger ist sowohl das Potenzial als auch die Gefahr, seine hochbegabten Sinne durch eine suboptimale Lebensgestaltung andauernd zu beleidigen und zu überreizen UND dann nicht mal für bewussten Ausgleich sorgen zu können.

Hochsensibilität ist also an sich ein Geschenk – mit dem man nur wissen muss, in dieser Gesellschaft und v. A. in diesem Schulsystem – möglichst ressourcenorientiert umzugehen.

Ich habe des Weiteren bemerkt, dass ich durch dieses Wort genau DIE Menschen in meinen wundervollen Onlinekraftort für Hochsensible anziehe, die sich selbst und hochsensiblen Kindern eine würdevolle Schulzeit wünschen und die ich am liebsten und besten dabei unterstützen mag und kann, sich – egal in welcher Rolle – selbst und hochsensible Schulkinder von innen heraus zu stärken.

Frage 2: Schadet dieses Schulsystem im Grunde nicht allen?

Meine persönliche Meinung (und das besagt auch die Hirnforschung, siehe Gerald Hüther etc.):

Absolut! Natürlich schadet nicht nur den Hochsensiblen, sondern allen.

Mit dem Unterschied, dass es den einen direkt und unmittelbar schadet, sie sehr unmittelbar reagieren und diese derart von ihren Wahrnehmungen überwältigt sein können, dass sie vollkommen zu Unrecht in der „Psychoecke“ landen (sowohl hochsensible Lehrer, Eltern als auch Schüler) und die „Normalen“ bis sie 40 sind darin nahezu einwandfrei „funktionieren“.

Ein Burnout, eine Autoimmunerkrankung oder Krebs mit Mitte 40 wird leider aus offizieller Sicht selten damit in Verbindung gebracht, in unmenschlichen Rahmenbedingungen – angefangen mit der Schulzeit und der damit verbundenen leistungsorientierten Erziehung – zu lange „funktioniert“ zu haben, bis der Körper Alarm geschlagen hat.

Klar, die meisten Schüler, die ich kennengelernt habe, fanden Schule nicht sonderlich prickelnd. Und doch gab es erhebliche Unterschiede, wieviel oder wenig die jungen Menschen wahrgenommen haben. Das widerum steht in unmittelbarem Zusammenhang damit, wie direkt und schnell sie bei unmenschlichen Bedingungen in der Schule mit Symptomen reagieren.

Denn ein opportunistischer Schüler, der vorwiegend von seinem Ego gesteuert wird (worauf es die konventionelle Schul-Erziehung auch anlegt) fokussiert sich an einer auf Konkurrenzkampf, Belohnung und Strafe ausgelegten Schule auf andere Dinge als ein hochempathischer Schüler mit hohem Gerechtigkeitssinn, dem es nicht vorwiegend darum geht, möglichst gute Noten zu bekommen und Vorteile bei Lehrern zu bekommen, sondern dem Werte wie „Gleichwürdigkeit“, bedinungslose Akzeptanz / Toleranz, Freude am Entdecken und Wahrhaftigkeit viel wichtiger sind – die an einer unsensiblen Schule konsequent verletzt werden.

Und was Eltern und Lehrer anbelangt. Klar, nicht nur den Hochsensiblen unter ihnen schadet es, sondern natürlich auch den robusteren Naturen, die glauben, diese ganzen Abhärtungsmanöver und Erziehungskämpfe gegen Schüler habe noch nie jemandem geschadet. 

Dieser Glaube ist ein reiner Abwehrmechanismus, der sie vor überwältigendem Schmerz schützt, aber Schaden anrichten kann. Da die nächste Generation dann mit dem selben Missbrauch zwangsbeglückt wird und glauben soll, es sei zu ihrem besten.

Warum Hochsensibilität - auch wenn sie in diesem Schulsystem zu Symptomen führen kann - ein Segen ist

Ich gehe davon aus, dass …

– … viele Hochsensiblen einen erhöhten Leidensdruck haben, da sie in diesem Schulsystem, was auf Auslese (und nicht wirklich auf echte Bildung im Sinne von Bildung basiert) und daraus eine riesige transformatorische Kraft entstehen kann. Ohne Menschen, die spüren, dass da was nicht stimmt mit diesem Schulsystem und sich – egal was es kostet – auf den Weg ihres Herzens machen wollen, wäre das Schulsystem in 100 Jahren noch so.

– … es vorwiegend die Hochsensiblen sind, die den Fehler nicht mehr bei den Kindern, sondern im System finden und viele von ihnen auch äußerst offen für Spiegelarbeit im Rahmen der eigenen Persönlichkeitsentwicklung sind (im Spiegel dessen was geschieht, eigene blinde Flecke aufspüren und verwandeln). Und die die Lösung schon längst nicht mehr in der Erziehung / Symptombekämpfung an Erziehungsobjekten suchen.

– … viele Hochsensiblen echt nicht (mehr) bereit sind, ihr Herz zu verraten, egal wieviel Geld oder sonstige „Vorteile“ sie dadurch bekommen bzw. wievielen „Nachteilen“ sie dadurch entgehen würden

– … dafür hier sind, um allein aus ihrer EIGENEN Transformation und Erdung (siehe letztes Video) heraus und dem, was daraus alles an Ketteneffekten resultiert (Butterfly Effect) letztendlich auch das Bildungssystem und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.. 😊

UNSERE HOCHBEGABUNG DER SINNE HAT TIEFEN SINN!

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